Jugend stärken heisst Zukunft gestalten – Mitreden, mitspielen, mitgestalten

Wenn wir über die Zukunft sprechen, reden wir oft über Technologien, Märkte oder geopolitische Entwicklungen. Viel seltener sprechen wir über jene, die diese Zukunft tatsächlich gestalten und erleben: unsere Jugend. Dabei ist klar: Eine starke Gesellschaft basiert auf neugierig jungen Menschen. Menschen, die sich eine Meinung bilden, Verantwortung übernehmen und sich mutig einbringen. Genau das nehmen wir bei der Mobiliar mit unserem Jubiläumsmotto «Besser zusammen» auf.

Als genossenschaftlich verankertes Unternehmen ist es für die Mobiliar selbstverständlich, über das Kerngeschäft hinaus Verantwortung zu übernehmen. Unser Engagement für Jugendliche ist Ausdruck dieses Verständnisses – und gleichzeitig eine Investition in die Zukunftsfähigkeit der Schweiz. Was mich immer wieder beeindruckt: Wie viel Neugier, Energie und Gestaltungswille in jungen Menschen steckt, wenn man ihnen den Raum dazu gibt. Denn sie setzen sich genauso ernsthaft mit Fragen auseinander, die unsere Gesellschaft prägen, wie wir Erwachsene.

Besonders eindrücklich erlebe ich dies in unserer Zusammenarbeit mit Young Enterprise Switzerland (YES). Programme wie «Jugend debattiert» zeigen, wie wichtig es ist, dass junge Menschen lernen, ihre Argumente zu formulieren, zuzuhören und respektvoll zu kontern. In einer Zeit, in der Diskussionen oft zugespitzt und verkürzt geführt werden, sind diese Fähigkeiten zentral. Ein starkes Beispiel dafür, wie «Besser zusammen» im Dialog konkret gelebt wird. Ich erinnere mich an Begegnungen mit Jugendlichen, die mit einer Klarheit und Differenziertheit argumentieren, die beeindruckt. Sie setzen sich mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen auseinander – nicht nur theoretisch, sondern praxisnah. Sie lernen, andere Perspektiven auszuhalten und eigene Standpunkte weiterzuentwickeln. So entsteht Selbstvertrauen und politische Mündigkeit.

Engagement zeigt sich nicht nur im Wort, sondern auch im Tun. Gemeinsam mit Partnern wie Swiss Basketball, Swiss Volleyball, swiss unihockey und dem Schweizerischen Handballverband entstehen mit den Mobiliar Games Turnierformate, die Bewegung, Teamgeist und Fairness fördern. Was auf den ersten Blick nach Spiel aussieht, ist in Wirklichkeit viel mehr: ein Lernfeld für Selbstbewusstsein, Zusammenarbeit und Respekt. Wer im Team spielt, lernt, Verantwortung zu übernehmen. Wer gewinnt, lernt, mit Erfolg umzugehen. Und wer verliert, lernt, sich erneut zu motivieren und auf etwas hinzuarbeiten.

Diese Erfahrungen sind wichtig in einer Zeit, in der viele junge Menschen eine zunehmend komplexe Welt erleben. Resilienz, also die Fähigkeit, mit Herausforderungen umzugehen und daran zu wachsen, wird in unserer Gesellschaft und auch im Berufsleben immer wichtiger. Sport kann hier einen unmittelbaren, verbindenden Beitrag leisten.

Ob im Debattierraum oder in der Turnhalle: Junge Menschen müssen erleben, dass ihre Stimme zählt und ihr Handeln etwas verändert. Unser Ziel ist es, solche Erlebnisse zu schaffen. Wir sind überzeugt: Wer früh erlebt, dass er oder sie etwas bewirken kann, wird auch später Verantwortung übernehmen. Mit diesen Engagements legen wir die Grundlage für eine selbstbewusste und widerstandsfähige Generation und deren Einstieg ins Berufsleben. Davon profitiert unsere Gesellschaft und zugleich eine starke und innovative Wirtschaft. Denn Zukunft wird von Menschen gestaltet, die gelernt haben, Verantwortung zu übernehmen.

Zur Person: Michèle Rodoni (56) ist seit 2021 CEO der Mobiliar – als erste Frau in der 200-jährigen Firmengeschichte. Die Aktuarin mit Abschluss der Universität Lausanne verfügt über internationale Erfahrung in der Versicherungsbranche und engagiert sich in mehreren Wirtschaftsverbänden und Verwaltungsräten.

Diese Kolumne ist erstmals am 25.04.2026 in der Schweiz am Wochenende erschienen.